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DB hat zu hoho Schulden!



3 Klagen gegen Fernbahhof Altona


Hamburger Abendblatt, vom: 06.06.2018, S. 13 


Drei Klagen gegen Fernbahnhof Altona 

Nordbahn befürchtet Nachteile. Verkehrsclub Deutschland prozessiert ebenfalls. Erster Spatenstich für 360-Millionen-Projekt im September 
ULRICH GAßDORF HAMBURG::

Der erste Spatenstich für den neuen Fernbahnhof Altona am Diebsteich ist im September dieses Jahres geplant.
Mit der Baustelleneinrichtung auf der Brachfläche wurde bereits begonnen, auch mit den Ausschreibungen einzelner Bauleistungen für das 360-Millionen-Euro-Projekt.

Das bestätigte Azzeddine Brahimi, Leiter Großprojekt Hamburg-Altona, dem Abendblatt.
Für die Deutsche Bahn (DB) sei der neue Fernbahnhof Altona eines der wichtigsten Bauvorhaben, mit dem sich das Verkehrsunternehmen für die Zukunft aufstelle, so Brahimi.

Allerdings gibt es Kritiker, die gegen eine Verlegung des Bahnhofs Altona sind:
Nach Abendblatt-Informationen sind zurzeit drei Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes (EBA) für den neuen Fernbahnhof Altona vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Hamburg anhängig. Ein Verfahren ruht zurzeit.
Das EBA hatte im Dezember 2017 grünes Licht für den Bau des neuen Fernbahnhofs gegeben.
Pikant: Eine Klage hat die Nordbahn eingereicht, die laut Gericht bei einer Verlegung des Bahnhofs eine Verringerung der bisher vorhandenen Abstellgleiskapazitäten und damit eine Einschränkung ihres Geschäftsbetriebs befürchtet.
Die Nordbahn ist eine Tochter der Hamburger Hochbahn, die wiederum der Stadt Hamburg gehört und der AKN Eisenbahn AG, deren Anteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein sind. Eine Nordbahn-Sprecherin bestätigte, dass ein Rechtsstreit anhängig sei und sagte auf Abendblatt-Anfrage: "Im Planfeststellungsbeschluss sind relevante Themen, die die Nordbahn tangieren, nicht berücksichtigt, es geht um betriebliche Abläufe, die sich ändern würden.

Dies wollen wir prüfen lassen. Wir sprechen bereits parallel mit der Deutschen Bahn darüber, wie eine Lösung aussehen könnte, und sind zuversichtlich, dass sich eine solche auch findet."